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Gesellschaft und Arbeitsmarkt

    Gesellschaft

    In der Woiwodschaft Wielkopolska wird ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum verzeichnet. Ende 2019 lebten 3.499.000 Menschen in der Region. Nach der Einwohnerzahl rangiert Wielkopolska hinter den Woiwodschaften Mazowieckie und Śląskie unverändert auf dem landesweit dritten Platz. Die Einwohner von Wielkopolska machen 9,1 Prozent der Gesamtbevölkerung Polens aus.

    In der Bevölkerungsstruktur nach Wohnsitz war der Anteil der Stadtbevölkerung höher, wobei der Anteil der Stadtbevölkerung bei 54 Prozent der Einwohnerzahl der Region lag. Die Bevölkerungsstruktur nach Geschlecht hat sich nicht verändert. Der Anteil der Frauen an der Bevölkerung der Woiwodschaft lag bei 51,3 Prozent.

    In der Woiwodschaft Wielkopolska wird wie in ganz Polen eine schrittweise Veränderung der Erwerbsbevölkerung nach Altersgruppen verzeichnet. Im Jahr 2019 wurde ein weiterer Anstieg des Anteils der Bevölkerung im Nacherwerbsalter auf 20,4 Prozent verzeichnet. Der Anteil der Menschen im Erwerbsalter an der Bevölkerung der Region sank auf 60,1 Prozent.

    Bevölkerung von Wielkopolska nach Erwerbsaltersgruppen 2015-2019

    Arbeitsmarkt

    Die Woiwodschaft Wielkopolska ist eine der sich am dynamischsten entwickelnden Regionen Polens. Ein hohes Produktionspotenzial, ein gut entwickelter Dienstleistungssektor, eine hohe Produktivität der Landwirtschaft und ein hohes Maß an unternehmerischer Initiative sind nur einige der Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung der Woiwodschaft. Das Potenzial von Wielkopolska beweist, dass die Region für polnische wie auch ausländische Investoren ein attraktiver Standort ist.

    Die demographischen Veränderungen in Wielkopolska, auch wenn sie weniger dynamisch als in anderen Regionen des Landes verlaufen, zeigen, dass die Bevölkerungsstruktur von einer stagnierenden in eine regressive Phase mit niedriger Geburtenrate bei gleichzeitiger Verlängerung der Lebenserwartung übergeht. Dies ergibt sich aus dem zunehmenden Anteil der älteren Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung. Diese Situation wird einen unmittelbaren Einfluss auf die Arbeitsmarktlage haben, weil sich die Anteile der Altersgruppen in der Bevölkerungsstruktur verändern, was sich auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften auswirken wird. Die Alterung der Bevölkerung wird eine demographische Belastung der Region zur Folge haben und damit Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in Bildungssystemen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen erzwingen.

    2020 war aufgrund des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft der Region ein ungewöhnliches Jahr. Die unerwarteten Veränderungen der Bedingungen für die Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit verursachten zahlreiche Beunruhigungen im Hinblick auf die Aufrechterhaltung des Beschäftigungsniveaus. Dabei wurde eine unterschiedliche Marktreaktion in den jeweiligen Monaten verzeichnet. Die Arbeitslosenquote verschlechterte sich – gegenüber dem Landesmaßstab - geringfügig. Dies kann damit in Verbindung gebracht werden, dass die Wirtschaft der Woiwodschaft Wielkopolska auf Wirtschaftssektoren basiert, die weniger sensibel auf die Pandemie-Belastung waren, die zu einer wirtschaftlichen Verlangsamung geführt hat. Die Arbeitslosenquote der registrierten Arbeitslosen lag zum Jahresende bei 3,7 Prozent (Anstieg um 0,9 Prozentpunkte gegenüber 2019) und war weiterhin landesweit am niedrigsten. Im gleichen Zeitraum betrug die Arbeitslosenquote in Polen 6,2 Prozent. In der Woiwodschaft ist eine starke Differenzierung in Bezug auf die Arbeitslosenquote in den verschiedenen Landkreisen, von 2,0 Prozent im Landkreis Poznań bis 8,6 Prozent im Landkreis Konin, zu beobachten. Ende Dezember 2020 waren in der Region 60.958 Personen als registrierte Arbeitslose gemeldet, was einem Anstieg um 31,6 Prozent gegenüber Dezember des Vorjahres entspricht. 

    Arbeitslosenquote in Polen und Wielkopolska (in %)

    Anteil ausgewählter Arbeitslosenkategorien an der Arbeitslosen-Gesamtzahl – Stand zum Jahresende (in %)

    Arbeitsmarkt

    Die Bevölkerung der Region kennzeichnet eine hohe Erwerbsquote gegenüber der Landesquote. 2020 lag die Erwerbstätigenquote der Einwohner von Wielkopolska im Erwerbsalter bei 78,5 Prozent (fünfter Platz im Landesmaßstab). Hierbei ist hervorzuheben, dass Wielkopolska eine der höchsten Beschäftigungsquoten Polens hat (die Angaben beziehen sich auf die Bevölkerung im Alter von 18-59/64 Jahren), die in 2020 bei 77,1 Prozent lag (dritter Platz im Landesmaßstab). Beide Quoten verringerten sich gegenüber 2019.

    In den letzten Jahren konnte in Wielkopolska ein kontinuierlicher Anstieg der Zahl der Erwerbstätigen verzeichnet werden. 2019 gehörten zu dieser Bevölkerungsgruppe über 1,58 Millionen Menschen. Die meisten Menschen arbeiten in der breit zu verstehenden Dienstleistungsbranche (54,9%) und fast jeder dritte Einwohner von Wielkopolska (31,7%) ist im Industrie- und Baugewerbesektor beschäftigt, während Arbeitskräfte in der Land- und Forstwirtschaft die kleinste Erwerbstätigengruppe bilden (13,4%).

    2020 war das nächstfolgende Jahr, in dem die Zahl der bei den Arbeitsämtern der Woiwodschaft gemeldeten Stellen zurückging. Durch die Arbeitgeber wurden 87.222 Stellen neu gemeldet, um 5,5 Prozent weniger als 2019. Die am häufigsten gesuchten Arbeitskräfte gab es für einfache Arbeiten, Arbeiter/in für einfache Arbeiten in der Industrie, Reinigungskräfte, Hilfsarbeiter/in, manuelle Verpacker/in, Hubkarren-Operateur/in (Gabelstapler-Fahrer/in), Lieferwagen-Fahrer/in, Bauhilfsarbeiter/in, Hilfsarbeiter/in der verarbeitenden Industrie und Verkäufer. 

    Nach der kurzfristigen Prognose, die anhand des „Berufsbarometers“ aufgestellt wurde, zeigen Schätzungen für das Jahr 2021 für die Region 46 Mangelberufe auf. Nach den meisten dieser Berufe wird in der Region schon längere Zeit gesucht. Dies sind vor allem Berufe für die Transport- und Logistikbranche, das Baugewerbe, die Berufsbildung, die industrielle Verarbeitung (hierunter Lebensmittel- und Möbelindustrie), medizinische Betreuung und uniformierte Dienste. Neue Mangelberufe in den Schätzungen für 2021 sind: Betonbauer/in und Betonstahlbieger/in, Konditor/in, Computergrafiker/in sowie Psychologe/Psychologin und Psychotherapeut/in. Ein weiteres Jahr werden in der Prognose für die Woiwodschaft keine Überschussberufe verzeichnet.

    Beeinflusst werden die Personalprobleme in zahlreichen Berufsgruppen durch die Defizite an Arbeitskräften mit hohen beruflichen Kenntnissen und aktuellem Know-how in dem ausgeübten Beruf. Laut Expertenmeinungen betrifft dies unter anderem das Baugewerbe, die TSL-Branche (LKW-Fahrer), die Beauty-Branche (Friseur/in, Kosmetikerin), die Gastronomie (Koch/Köchin), die Automobilbranche (Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in sowie Fahrzeuglackierer/in, KFZ-Mechaniker/in) sowie Buchführungsdienstleistungen (Rechnungslegungs- und Buchführungsarbeitskräfte, selbstständige Buchhalter/in). Es handelt sich nicht nur um das Altern des Personals, aber auch um Defizite an praktischen Fertigkeiten junger Berufseinsteiger und um die Notwendigkeit der ständigen Fortbildung zur Erweiterung der Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Arbeitskräften werden häufig durch die spezifischen Arbeitsbedingungen verstärkt, z. B. schwierige Vereinbarung der Arbeit mit dem familiären Leben, geringer Arbeitslohn sowie Arbeit unter schwierigen Bedingungen, was davon abschrecken kann, diesen Job anzunehmen. 

    Bei Defiziten an Arbeitskräften mit Berufsbildung ist ebenfalls das prognostizierte Defizit an Lehrer/innen für Berufsausbildung (Lehrer/innen in Berufsfächern und Berufslehrer/innen) besorgniserregend. In diesen Berufen sind alternde Beschäftigte zu beobachten, aber auch das Altern ihres Know-hows und ihrer Fertigkeiten im Verhältnis zu den Realitäten am Markt des durch sie gelehrten Berufs.

    2021 werden in den meisten Landkreisen der Woiwodschaft Wielkopolska Arbeiter/innen in der Produktion und für einfache Arbeiten fehlen. Die Beschäftigung in dieser Berufsgruppe ist gewöhnlich mit einem niedrigen Arbeitslohn, geringer sozialer Wertschätzung und schweren Arbeitsbedingungen verbunden. Trotz der Pandemie sichert weiterhin die Beschäftigung von Ausländern die Basiszugänge der Arbeitskräfte in dieser Berufsgruppe.

    Besonders relevant sind die Personaldefizite im Gesundheitswesen - als Effekt der sehr stark erkennbaren Arbeitskräftedefizite in diesem Sektor aufgrund der Pandemie. In den meisten Landkreisen wird prognostiziert, dass die Probleme mit der Einstellung von Ärzt/innen (vor allem Fachärzt/innen), qualifizierten Krankenschwestern/Krankenpflegern und Hebammen/Geburtshelfern mit aktueller Zulassung sowie Mitarbeitern des medizinischen Rettungsdienstes weiterhin bestehen werden.
    Der durchschnittliche Bruttolohn in Wielkopolska belief sich im Jahr 2018 auf 4.687,39 PLN, was 90,5 Prozent des Durchschnittslohns im Landesmaßstab (neunhöchster Betrag landesweit) entspricht. Nur im Landkreis Poznań lag der Durchschnittslohn über dem landesweiten Durchschnitt und betrug 5.713,03 PLN.