KATARZYNA KRETKOWSKA
Langjährige Kommunalpolitikerin und Politikerin aus der Woiwodschaft Wielkopolska. Seit 2024 ist sie Abgeordnete des Regionalparlaments der Woiwodschaft Wielkopolska und Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Wielkopolska für Gesundheit, Bildung und Sozialpolitik.
Katarzyna Kretkowska verbrachte ihre Kindheit in Ägypten, Indien und Gdynia Orłowo. Vor 50 Jahren kam sie für ihr Studium nach Poznań, wo sie bis heute lebt. Von Haus aus ist sie Anglistin: Im Jahr 1980 schloss sie ihr Studium der englischen Philologie an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań mit Auszeichnung ab. In den folgenden Jahren absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium in Kulturgeschichte und britisch-polnischen Beziehungen an der Universität Edinburgh (1983) sowie in Polen in Bildungsmanagement (1999) und in Recht, Finanzen und Wirtschaft der Europäischen Union (2001). Zudem nahm sie am Doktorandenseminar von Prof. Lech Trzeciakowski an der Adam-Mickiewicz-Universität teil.
Beruflich war sie neben ihrer Arbeit in der Kommunalverwaltung und im Sejm (dem Parlament der Republik Polen) als akademische Dozentin für Kulturgeschichte und zeitgenössische soziopolitische Probleme angelsächsischer Länder tätig. Darüber hinaus leitete sie das Fremdsprachenzentrum, arbeitete als Englischlehrerin und Klassenlehrerin, als Übersetzerin sowie als Spezialistin für EU-Mittel und internationale Werbung in einer Bank und koordinierte zahlreiche internationale Projekte.
Nach dem Studium engagierte sie sich zu Zeiten der Volksrepublik Polen (PRL) in der demokratischen Opposition und der ersten „Solidarność“-Bewegung. In dieser Zeit arbeitete sie an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań, kooperierte mit dem Oppositionsverlag „Puls“ im Exil und setzte sich ehrenamtlich für Frauenrechte und Bildung ein. Unter anderem gründete sie die „Vereinigung für natürliche Geburt und Stillen“ mit, die als erste Organisation für die Verbesserung der Bedingungen rund um die Geburt in der Woiwodschaft Wielkopolska kämpfte. Dort leitete sie ein Sorgentelefon und baute internationale Unterstützung für polnische Frauen auf, wie beispielsweise das „East-West European Network“.
Nach der politischen Wende war sie Mitbegründerin einer der ersten Gemeinschaftsschulen in Polen, der bekannten Schule „Dębinka“ in Poznań. Als Vorsitzende der Bildungsgesellschaft Poznań war sie in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre für den Aufbau und die Entwicklung der Schule verantwortlich. In diesem Zeitraum leitete sie auch ehrenamtlich das Fraueninformationszentrum, das Frauen auf dem Arbeitsmarkt sowie Opfern von Gewalt rechtliche Beratung und Unterstützung bot.
Mit der Kommunalverwaltung ist sie seit 32 Jahren verbunden. Von 1994 bis 2018 hatte sie über sechs Amtsperioden hinweg ununterbrochen das Mandat einer Stadträtin von Poznań inne. Zwischen 1994 und 1998 war sie gleichzeitig Mitglied des Stadtvorstands von Poznań und zeichnete für Bildung, Sozialpolitik und Wohnungsfragen verantwortlich. Zu ihren Aufgaben gehörten unter anderem die Übernahme mehrerer Hundert Schulen aus der staatlichen Verwaltung in die Kommunalhand, die Umsetzung des neuen Miet- und Mieterschutzgesetzes (einschließlich Wohngeld), der Aufbau von Kooperationsnetzwerken zwischen der Stadt und NGOs sowie die Unterstützung bei der Gründung von Stadtteilräten. Im Jahr 1997 gründete sie das polenweit erste innovative, von ihr selbst konzipiertes Berufsberatungszentrum für Jugendliche und warb dafür erfolgreich europäische Fördermittel ein.
In den folgenden Jahren ihrer kommunalpolitischen Arbeit war sie unter anderem Vorsitzende der Bildungskommission, die die Kindergärten und Schulen in Poznań erfolgreich vor Massenprivatisierungen und Schließungen schützte. Zudem war sie über zwei Amtsperioden hinweg stellvertretende Vorsitzende des Stadtrates sowie Mitglied in den Kommissionen für Kultur, Raumplanung, Soziales, Wohnen, Bildung und Haushaltskontrolle. Sie setzte sich aktiv für Bildung, die Entwicklung der lokalen Selbstverwaltung, Sozialpolitik und die Gleichstellung von Frauen ein. Sie engagierte sich für den Aufbau und die Förderung von Bürgerinitiativen zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Menschen in schwierigen Lebenslagen. Darüber hinaus war sie Mitautorin des Buches „Oni tworzyli Solidarność“ (Sie bauten die Solidarność), das den ersten Aktivistinnen und Aktivisten der Solidarność-Bewegung gewidmet ist.
Von Anfang an gehörte sie zu den Mitorganisatorinnen von Massenprotesten gegen den Entzug der reproduktiven Rechte von Frauen. Im Jahr 1993 engagierte sie sich als stellvertretende Vorsitzende des Wielkopolska-Komitees für das Referendum in diesen Angelegenheiten, ab 2016 als Mitorganisatorin der „Schwarzen Proteste“ (Czarne Protesty) und weiterer bürgerlicher sowie politischer Initiativen zur Wiederherstellung der Frauenrechte, zur Verteidigung der Demokratie, zur Einhaltung der Verfassung und zur Wahrung der Unabhängigkeit der Gerichte.
Im Laufe der Jahre absolvierte sie fast einhundert Praktika und internationale Studienaufenthalte. Dutzende Male wurde sie als Vertreterin der Woiwodschaft Wielkopolska und Polens zu internationalen Konferenzen eingeladen, die sich unter anderem mit lokaler Demokratie, Bildung, Gleichberechtigung und sozialen Fragen befassten. Sie war Vorstandsmitglied mehrerer internationaler Initiativen und Vereinigungen. Derzeit ist sie Mitglied und Vertreterin Polens in der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Kinderhandels des Interparlamentarischen Sicherheitsforums.
Politisch ist sie von Beginn an dem mitte-links orientierten Spektrum verbunden. Nach dem Systemwechsel in Polen trat sie der Partei ROAD bei, aus der später die Demokratische Union (Unia Demokratyczna) und die Freiheitsunion (Unia Wolności) hervorgingen. Dort gehörte sie der Sozialdemokratischen Fraktion an, war Mitglied des Nationalrats sowie der Kommission für Haushaltskontrolle und leitete mehrere Jahre lang die Sektion für Frauenrechte. Nach dem Ende der Freiheitsunion war sie zwei Amtsperioden lang als unabhängige Stadträtin tätig und kandidierte mit einem eigenen Komitee für das Amt der Stadtpräsidentin von Poznań sowie für den Stadtrat. Seit 2010 ist sie offiziell mit dem Bund der Demokratischen Linken (SLD) verbunden, gründete 2015 die linke Vereinigung „Polnische Initiative“ (Inicjatywa Polska) mit und gewann 2019 als SLD-Kandidatin ein Mandat als Abgeordnete des polnischen Sejm.
In den Jahren 2019-2023 saß sie als Abgeordnete der Linken (Lewica) im Ausschuss für Bildung, Wissenschaft und Jugend sowie im Ausschuss für öffentliche Finanzen. Sie leitete die parlamentarische Gruppe für Migrationspolitik sowie die parlamentarische Gruppe für die Zukunft der Ernährung und innovative Landwirtschaft. Zudem arbeitete sie in zahlreichen weiteren parlamentarischen Gruppen mit, unter anderem für Frauenrechte, Minderheiten, Tierschutz und den Grünen Deal. Sie war stellvertretende Vorsitzende der Parlamentarischen Gruppe der Woiwodschaft Wielkopolska. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine wurden in ihrem Abgeordnetenbüro in Poznań Sachspenden ausgegeben und umfassende Unterstützung für ukrainische Flüchtlinge geleistet, die in der Woiwodschaft Wielkopolska eintrafen.
Im Jahr 2024 erlangte sie das Mandat einer Abgeordneten des Regionalparlaments der Woiwodschaft Wielkopolska für den Wahlbezirk, der die Landkreise (powiaty) Poznań, Gniezno, Śrem und Środa Wielkopolska umfasst, und wurde vom Regionalparlament zum Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Wielkopolska gewählt. Ihr unterstehen folgende Abteilungen:
darunter unter anderem 23 Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Wielkopolska, 19 Woiwodschaftskrankenhäuser, regionale Adoptionszentren, Zentren zur Unterstützung des Handwerks und der Berufsbildung, Gesundheits- und Präventionsprogramme sowie Projekte und Zuschüsse für nachgeordnete Kommunalverwaltungen und gesellschaftliche Organisationen im weitesten Bereich der Sozialpolitik, des Gesundheitswesens, der Bildung und der Wissenschaft.
Politisch ist sie derzeit Vorsitzende der Linken (Lewica) in Poznań sowie Mitglied des Woiwodschaftsvorstands und des Nationalrats der Linken. Privat ist sie Mutter von zwei bereits erwachsenen Töchtern und Großmutter einer sechsjährigen Enkelin. Ihre Freizeit verbringt sie, wenn sie welche hat, am liebsten außerhalb der Stadt in ihrem Landhaus, in dem über die Jahre hinweg Dutzende von aufgenommenen Hunden, Katzen und Ponys ein Zuhause fanden. Sie schwimmt, taucht und läuft gern. Sie reist leidenschaftlich gern – sowohl in ferne Länder als auch an ungewöhnliche, versteckte Orte in der Woiwodschaft Wielkopolska.
JACEK BOGUSŁAWSKI Mitglied der Selbstverwaltung Nord-Wielkopolska. MBA-Absolvent – Energie- und Klimapolitikmanagement und Executive MBA-Absolvent – von der Apsley Business School – London akkreditiertes Diplom. Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Szczecin. Verfügt über Qualifikationen für Kandidaten für Aufsichtsgremien von Unternehmen mit Beteiligung des Staatsschatzes. Seit 2010 (für zwei Amtszeiten) Mitglied des Stadtrats von Piła, Vorsitzender der städtischen Kommission für Wirtschaft. Fast 23 Jahre hat er ein Unternehmen geführt und war Mitglied des Business Centre Club und der Handelskammer Nord-Wielkopolska. Mitglied des Vorstands und stellvertretender Vorsitzender des Interkommunalen Verbands PRGOK 2014-2018, Mitglied des Stadtrats von Piła für die Wahlperioden 2010-2014 und 2014-2018. Mitglied des Vorstandes der lokalen Aktionsgruppe LGD „Krajna nad Notecią“ bis 2018. Seit November 2018 ist er Vorstandsmitglied der Woiwodschaft Wielkopolska, wo er für die Arbeit von folgenden Departements verantwortlich ist:
Selbstverwaltungsorganisationseinheiten der Woiwodschaft wie z.B.:
Auf der Grundlage von Beschlüssen des Regionalparlaments (Sejmik) der Woiwodschaft Wielkopolska:
Darüber hinaus ist er für die Kontakte mit dem Rat der Dreißig Wielkopolska (WR30), d.h. den Vertretern der wirtschaftlichen Selbstverwaltungsorganisationen, zuständig. Seit September 2020 ist er Mitglied des Regionalen Rates der Zukunftsindustrie Wielkopolska. Seit August 2022 ist er Mitglied des Rates für die Entwicklung des Wirtschaftsraums, der in der Sonderwirtschaftszone Kostrzyn-Słubice tätig ist. Unternehmer 1996-2018, Präsident der Gesamtpolnischen Vereinigung der Verkehrsteilnehmer „Świadomie Bezpieczny“ [„Bewusst Sicher“] 2013-2018, Initiator vieler Aktionen, u.a. des Bürgernetzwerks für die Überwachung der Luftqualität in Nord-Wielkopolska, #ZARAŻAMYDOBROCIĄ [WIR STECKEN MIT FREUNDLICHKEIT AN] – eine gutherzige Aktion, die gemeinsam mit Senator Mieczysław Augustyn und der Pilski Bank Żywności in Piła durchgeführt wird, d.h. eine Geldsammlung unter Unternehmern in Wielkopolska und allen anderen gutherzigen Menschen. Das Geld ist zu 100 % für den Kauf von persönlicher Schutzausrüstung für die Armen in Nord-Wielkopolska und Personen, die an der täglichen Verteilung von Lebensmitteln an die Armen beteiligt sind, bestimmt. Autor von Büchern und Publikationen. Initiator von zahlreichen Fußball- und Schachturnieren. In Zusammenarbeit mit den Straßenverkehrsämtern der Woiwodschaft, der Polizei, Sportvereinen und Schulen unterstützt er mit seinen Aktionen und oft auch mit materieller Hilfe eine Reihe von sozialen Kampagnen, die darauf abzielen, das gute Benehmen, den Sport, die Kultur und die Sicherheit der Jüngsten, aber auch ihre geistige Entwicklung zu fördern. In seiner Freizeit widmet er sich gerne dem Tennis, dem Laufen und dem Schwimmen.... auch als Steuermann für Motorboote. Auf Antrag des Mazowiecki Woiwoden wurde er 2014 für seine Verdienste um die Verkehrssicherheit mit dem BRONZENEN VERDIENSTKREUZ ausgezeichnet.
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